Vollack Circle “Deutschland neu träumen.”

Stephan Grünewald in Aktion.

Stephan Grünewald in Aktion.

Selbst Petrus ließ sich vom Thema des Abends anstecken: Bei traumhaftem Wetter erlebten rund 150 Gäste am 1. Juli den Circle-Event „Deutschland neu träumen“ im Karlsruher FORUM 1. Zu Gast war Stephan Grünewald, der „Psychologe der Nation“, wie ihn die Frankfurter Allgemeine nannte. Sein neues Buch „Die erschöpfte Gesellschaft. Warum Deutschland neu träumen muss.“ macht ihn zu einem gefragten Gesprächspartner in den Medien.

Am Montag legte er bei seinem Vortrag kritisch bis amüsiert den Finger in die Wunden und zeigte auf, wohin sich das Land der „Denker und Querdenker“ entwickelt hat. Permanent betriebsam eilen alle von Termin zu Termin, takten das Berufs- und Privatleben durch bis ins Detail, sind allzeit aktiv und am Ende des Tages erschöpft, aber nicht glücklicher. Sein Hinweis auf den Ausweg: das Träumen. Denn das Träumen wecke, so Grünewald, schöpferische Kraft.

Bei Vollack sieht man in der Förderung der Kreativität ein wichtiges Thema. „Wir beschäftigen uns mit dem Planen und Bauen. Aber nicht nur, sondern auch mit Fragen zu den Arbeits- und Lebenswelten“, eröffnete Thorsten von Killisch-Horn, Partner und Geschäftsführer von Vollack Karlsruhe, den Abend. Gäste und Gastgeber nutzten die Gelegenheit und diskutierten im Plenum und später beim Barbecue angeregt mit dem erfahrenen Trendforscher. Tausende von Tiefeninterviews, die sein Rheingold-Institut in den letzten Jahren durchführte, geben eine Menge Aufschluss über die Menschen und was sie bewegt.

Anregung und entspannte Unterhaltung können sich perfekt ergänzen. Vielleicht kamen die Gäste auf der Terrasse vor der Skylounge sogar ein bisschen ins Träumen. Das FORUM 1 präsentiert zur Zeit auch die Kunstwerke von Norbert Huwer, der am Abend noch zum Saxophon griff und mit zwei Freunden seine zweite Passion zeigte: Jazz und Rhythm & Blues mit seiner Band Extra-dry.