Design & Build Konferenz: Findet Umdenken statt?

Podiumsdiskussion, von links: Christof Hardebusch, Chefredakteur immobilienmanager, Prof. Dr. Antje Boldt, Equity Partner ARNECKE SIBETH Rechtsanwälte Steuerberater, Prof. Lydia Haack, Landesvorsitzende Bayern beim Bund Deutscher Architekten (BDA), Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter Vollack Gruppe und Markus Rustler, Geschäftsführender Gesellschafter Theegarten-Pactec. Bildquelle: RUECKERCONSULT

In Berlin fand am 12. April zum zweiten Mal die Design & Build Konferenz Deutschland statt. Mehr als 150 Entscheidungsträger aus Bau- und Immobilienwirtschaft referierten und diskutierten über eine engere Verzahnung von Planung und Bauausführung. Dabei wurden auch unzulänglich und konfrontativ verlaufende Projekte der öffentlichen Hand nicht ausgespart. Tenor der Veranstaltung: Ein grundsätzliches Umdenken ist unabdingbar.

Vollack ist seit langem von einem partnerschaftlichen Ansatz überzeugt; Reinhard Blaurock, Geschäftsführender Gesellschafter und Teilnehmer einer der Podiumsdiskussionen, hob den Vorteil für Bauherren hervor: „Bauprojekte können in Punkto Zeit, Qualität und Kosten viel verlässlicher und klarer umgesetzt werden.“ Als Teilnehmer der Diskussion und selbst Bauherr unterstrich Markus Rustler, Geschäftsführender Gesellschafter von Theegarten-Pactec in Dresden, wie sehr es dem Unternehmer darum gehe, zu bauen, ohne dass die Geschäftsabläufe behindert werden. Seine Zufriedenheit am Beispiel einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Vollack unterstrich er: „In die Vertragsunterlagen musste ich das letzte Mal schauen, als die Verträge geschlossen wurden.“

Erste Reaktionen weisen den Weg: Der Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft ZIA will eine Arbeitsgruppe für schnelleres und partnerschaftliches Bauen gründen. Das Gros der Referenten plädierte für mehr Generalübernehmer-Verträge zur Reduzierung von Nachträgen oder Rechtsstreitigkeiten und CSU-Bundestagsabgeordneter Peter Ramsauer, Key Speaker und ehemaliger Bundesminister für Verkehr und Bau, sprach sich unter anderem ausdrücklich für eine umfassende Planungsbeschleunigung aus: „Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren gehören fusioniert, sodass nur noch eine einzige Genehmigungsbehörde die Planfeststellung verantwortet und so Bauvorhaben deutlich beschleunigt werden können.“