Baumkronenpfad Ivenack eröffnet

Blick aus der Vogelperspektive auf den barrierefreien
Pfad durch die Bäume des Ivenacker Tierparks

Das erste Nationale Naturmonument Deutschlands – die Ivenacker Eichen bei Stavenhagen – kann künftig von oben besichtigt werden. In dem landeseigenen Wildpark ist nun ein in 20 Metern Höhe verlaufender Baumkronenpfad eröffnet worden. Dazu gehört auch ein 35 Meter hoher Erlebnisturm. Wer sich auf Augenhöhe mit tausendjährigen Eichen begeben wolle, müsse nach Ivenack kommen, sagte Umweltminister Till Backhaus in seiner Rede zur Eröffnung.

220 Tonnen Stahl verbauten die Experten der Vollack Einheit Hallen- und Stahlbau und zeigten damit erneut ihre Expertise im Bau von Baumkronenpfaden. Auf dem behindertengerecht angelegten 620 Meter langen Pfad können Besucher durch alle Wachstumszonen der Bäume wandern. Von der Aussichtsplattform blicken Besucher weit in die Landschaft der Mecklenburgischen Schweiz sowie der Seenplatte. Der Pfad besteht aus vertikalen und horizontalen Fachwerkträgern, die zu einem sogenannten Trog zusammengesetzt sind. Er wird über eine geschwungene Rampe erschlossen, die sich zum Pfad nach oben schlängelt. Die Fachwerkträger liegen auf Pylonstützen auf.

Der aus der Region stammende Mäzen Jost Reinhold, der sich an der Finanzierung des Pfades beteiligt hat, zeigte sich überwältigt: „Genau so hatte ich mir den Pfad vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler können auf diesem Lehrpfad die Achtung vor der Natur spüren.“

Im Park leben rund 160 Wildtiere wie Mufflons, Damwild und Turopolje-Schweine. Seit der Anerkennung als Naturmonument 2016 ist die Besucherzahl um etwa 20.000 auf 80.000 im Jahr gestiegen. Der Baumkronenpfad bietet nun eine weitere Attraktion für die Besucher.